Wasserkuppen Ride am 01.08.2020

Am 01.08.2020 fand unsere erste große top-organisierte Gruppenausfahrt zur Wasserkuppe in der hessischen Rhön statt. Mit insgesamt 34 Teilnehmern und 2 Verpflegungsfahrzeugen haben wir die knapp 230 km und 2800 hm bei tropischen Temperaturen von über 35 Grad gerockt! Vielen Dank an alle Organisatoren und Unterstützer.

Start in Dörfles-Esbach um 07:00 Uhr
Bei Moggenbrunn in Blickrichtung Gleichberge
In Römhild
Bei Oberwaldbehrungen kurz vor der Rhön
Kurze Verschnaufpause nach dem ersten langen Anstieg am Heidelstein
Angekommen auf der Wasserkuppe um 11:00 Uhr
Perfekte Bedingungen garantierten eine atemberaubende Aussicht
Segelflugzeuge – typisch für die Wasserkuppe
Mittagspause in Heckenhöfchen
Wieder zurück am Ausgangsort gegen 17:00 Uhr bei bester Bewirtung im Garten unseres Vorstands. Abgekämpft und ausgelaugt aber total happy!

Die Ungeschriebenen Regeln fürs Fahren in der Gruppe

 Quelle: mantel.com mit freundlicher Genehmigung von Bram van Boekholt

Als Anfänger auf dem Rennrad kannst du bei einer Fahrt in der Gruppe viel lernen. Taktik, die Technik für Anstiege, wie du bremsen musst und wie nicht, alles kommt beim Fahren in einer Gruppe einmal vor. Aber es gibt auch Regeln. Einige sind selbstverständlich, andere sind nicht sofort so deutlich. Koen hat die 21 wichtigsten ungeschriebenen Regeln für dich zusammengefasst. So weißt du bei deiner ersten Fahrt in einer Gruppe schon, wie der Hase läuft.

1. Welche Strecke?

Bespreche vor der Fahrt genau, welche Route du fahren wirst. Das kann eine feste Strecke sein, die jeder kennt, oder eine andere schon festgelegte Route, wenn du zum Beispiel im Urlaub bist. Bespreche die Strecke genau und achte darauf, was jeder möchte.

Vor allem die gewünschte Distanz und die Anzahl der Hügel kann entweder für besonders viel Spaß sorgen oder aber den Spaß verderben.

2. Fahrt zu zweit nebeneinander

Halte dich an die Verkehrsregeln. Es ist sicherer, zu zweit nebeneinander zu fahren.

Fahrt ihr zu dritt nebeneinander? Dann ist es für den restlichen Verkehr schwierig, euch zu überholen.

3. Gegenseitiges Warnen

Es ist sinnvoll, sich gegenseitig zu warnen, wenn die Gruppe sich einem Hindernis nähert. Das ist auf zwei Arten möglich.

Eine Möglichkeit sind Handsignale. Gib dann auch an, an welcher Seite das Hindernis ist. Oder du rufst, wenn zum Beispiel Gegenverkehr ankommt. Fährst du in einer großen Gruppe? Gib dann die Signale der Fahrer vor dir nach hinten durch, so dass auch die Fahrer hinter dir gewarnt sind.

4. Nicht ohne Grund scharf bremsen

Es ist gefährlich, scharf zu bremsen, wenn das nicht nötig ist. Deine Mitfahrer haben nur kurz Zeit, um zu reagieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass derjenige hinter dir stürzt, wenn du ohne Grund plötzlich bremst, ist ziemlich groß. Und je größer die Gruppe, desto größer die Gefahr, weil sich dann alles zusammenschiebt.

5. Beachte die Vorfahrt

Halte dich an die Verkehrsregeln. Nimm anderen also nicht die Vorfahrt.

6. Stoppt bei Kreuzungen als Gruppe

Überquere nicht als Einziger eine Kreuzung, wenn der Rest der Gruppe wegen anderem Verkehr stoppen muss. Das macht es nämlich schwierig für den Rest der Gruppe. Einige werden noch mit auf die andere Seite wollen und dadurch unnötige Risiken eingehen.

Andere in der Gruppe werden stoppen, wenn das nötig erscheint, aber müssen dann die Lücke wieder schließen. Halte also einfach an und überquere die Kreuzung mit der ganzen Gruppe.

7. Halte deine Linie

Auch wenn du dich mit deinem Nachbarn unterhältst, achte darauf, dass du in einer geraden Linie fährst. Wenn du Schlenker fährst, muss dein Freund auch ausweichen. Das kann für die Fahrer hinter dir und auch andere Verkehrsteilnehmer gefährlich sein.

Wenn deine Radfreunde kurz nicht aufpassen, besteht das Risiko, gegeneinander zu stoßen. Das kann zu ziemlich gefährlichen Situationen führen.

8. Schau nach vorne

Guck immer nach vorne. Du kannst ab und zu mal kurz die Aussicht genießen, aber die Straße muss dein wichtigster Fokus bleiben.

9. Fahre vorausschauend

Bist du einer der erfahreneren Radfahrer in der Gruppe? Halte dann immer die Umgebung im Blick, um einzuschätzen, was passieren wird. Warne schwächere Mitfahrer zum Beispiel vor Hindernissen.

Es ist auch sinnvoll, rechtzeitig anzugeben, wenn ihr zum Beispiel abbiegen müsst oder zu einer gefährlichen Kreuzung kommt.

10. Halte die Schwächeren aus dem Wind

Kümmere dich immer um die schwächsten Fahrer in der Gruppe. Bist du ein erfahrener und konditionsstarker Rennradfahrer? Fahre dann länger vorne im Wind, so dass deine Freunde im Windschatten fahren können. So hat jeder eine angenehme Fahrt und freut sich über die schöne Gruppenfahrt.

11. Warne andere

Für andere Straßennutzer, die nicht so schnell unterwegs sind wie du, ist es angenehm, wenn du sie warnst, bevor du überholst. Du kannst eine Klingel nutzen oder einfach kurz fragen oder rufen.

Leider wirst du dabei manchmal negative Kommentare und Bemerkungen bekommen. Aber solange du das auf eine freundliche und gesittete Art und Weise machst, bist du im Recht.

12. Bleibe immer freundlich

Auch wenn du im Recht bist, sorge dafür, dass du anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber immer freundlich und gesittet begegnest. Unnötig schreien bringt nichts. Werde nicht sauer, wenn andere Verkehrsteilnehmer nicht schnell genug zur Seite gehen.

13. Sei pünktlich

Nichts ist nerviger, als beim Start einer Gruppenfahrt auf jemanden warten zu müssen. Niemand hat Lust, auf jemanden zu warten, der eine Viertelstunde zu spät ist. Sei also auch nicht derjenige, der zu spät kommt.

Die meisten Radgruppen fahren übrigens einfach los; wenn du zu spät bist, musst du also alleine fahren oder versuchen, noch anzuschließen. Was natürlich wieder ein gutes Training ist…

14. Nase schnäuzen und spucken darfst du – aber nicht auf deine Mitfahrer

Viele Rennradfahrer spucken schon mal oder schnäuzen sich die Nase. Pass dann auf, dass das nicht aus Versehen auf den Fahrern hinter dir landet! Weiche ein bißchen aus oder lass dich eben zurückfallen, so dass du dich nicht ins Gesicht oder auf die Kleidung deiner Mitfahrer schnäuzt.

15. Fahre mit normalem Tempo

Fahre nicht übertrieben schnell, wenn der Rest der Gruppe das Tempo nicht halten kann. Macht Absprachen über die Geschwindigkeit, und halte dich dann an diese Absprachen.

Du brauchst nicht zu beweisen, wie stark du bist. Bei kleinen Anstiegen ist das oft anders und vor allem in ansonsten flachen Gebieten kann es da schon mal ein kleines Rennen geben, aber dann wird oben aufeinander gewartet.

16. Fahr nicht eine halbe Radlänge vor

Fahre nicht unnötigerweise eine halbe Radlänge weiter vorne. Das sorgt dafür, dass das Tempo immer höher wird, da der Fahrer neben dir natürlich gleichauf bleiben möchte. Dadurch können schwächere Fahrer irgendwann nicht mehr mithalten.

17. Wartet nach einem Anstieg aufeinander

Wenn du bei einem Anstieg früher oben bist als deine Kumpel, warte dann, bis jeder oben ist. Also wirklich warten, und nicht schon losfahren, wenn der letzte in Sicht kommt.

Es kann schließlich sein, dass derjenige auch noch kurz verschnaufen will. Wenn du nicht warten möchtest, fahre dann wieder nach unten und noch ein zweites Mal hoch. Aber setz dich dabei nicht ungefragt direkt vor andere, denn dann fährst du sie vielleicht kaputt, wenn dein Tempo gerade eben zu hoch für sie ist.

18. Beschleunige nicht in oder direkt nach einer Kurve

Der eine nimmt eine Kurve schneller als der andere. Nimm also Rücksicht auf andere! Beschleunige auch nicht direkt nach der Kurve, denn dann machst du es deinen Mitfahrern unnötig schwer.

17. Gib an, wenn du aus dem Wind willst

Gib deutlich an, wenn du nicht mehr vorne im Wind fahren möchtest. Das kann mit Handzeichen oder einem Wink mit dem Ellbogen. Gehe auch weit genug zur Seite, so dass der Rest dich möglichst einfach überholen kann.

Achte darauf, dass du hierzu einen geeigneten Moment wählst. Versuche nicht, unmittelbar vor einer Kurve oder einem Hindernis zu tauschen. Fahre stattdessen dann noch ein kleines Stückchen weiter, bis du zu einer sicheren Stelle kommst.

18. Hände immer am Lenker

Deine Hände müssen jederzeit am Lenker sein. Dann kannst du zumindest rechtzeitig bremsen oder ausweichen, falls das nötig ist. Das kann viel Elend vermeiden. Die einzige Ausnahme ist das Jubeln bei einem Etappensieg…

19. Kündige Wiegetritt an

Wenn sie die Beine strecken wollen, wechseln viele Rennradfahrer kurz in den Wiegetritt. Wenn du das tun möchtest, warne deine Mitfahrer vor oder fahre zur Seite. Achte darauf, dass niemand direkt hinter dir fährt.

Wenn du in den Wiegetritt gehst, schiebt sich dein Rad nämlich nach hinten, so dass dein Hintermann eventuell auffährt, wenn er nicht aufpasst.

20. Kaffee und Kuchen

Zeit für eine Pause ist immer. Kaffee und Kuchen sind eine gute Abwechslung von Sportriegeln und Iso-Getränken. Pausieren gibt dir auch die Gelegenheit, dich mit allen zu unterhalten.

Dann kannst du auch direkt mit deinem neuen oder neu zu kaufendem Material angeben…

21. Zusammen losfahren, zusammen ankommen

Vielleicht die wichtigste von allen Regeln. Ihr fahrt als Gruppe los, also kommt ihr auch als Gruppe wieder an. Wenn einer deiner Freunde eine Panne hat, warte also.

Das ist nicht nur netter, sondern so wisst ihr auch, dass jeder wieder sicher zuhause ankommt.